Stift Herzogenburg

Das barocke Stift der Augustiner Chorherren wurde 1112 von Bischof Ulrich von Passau an der Mündung der Traisen in die Donau gegründet. 1244 wurde das Stift nach Herzogenburg verlegt.

Ab 1714 gestalteten Jakob Prandtauer, Johann Bernhard Fischer von Erlach und Joseph Munggenast den barocken Neubau des Stiftsgebäudes. Die Stiftskirche ist der bedeutendste Bau des österreichischen Spätbarock. Die Ausstattung stammt von den Künstlern Daniel Gran, Bartholomeo Altomonte und Martin Johann Schmidt. 

Die größte Renovierung des Stiftes seit dem Umbau fand mit enormer Unterstützung durch das Land Niederösterreich, die Stadt Herzogenburg und privaten Spenden ab dem Jahr 2000 statt und wurde zum 900-jährigen Jubiläum im Jahr 2012 abgeschlossen. Dabei wurde die komplette außenliegende Fassade sowie Teile in den Innenhöfen restauriert. Auch die historischen Gärten, wie der Prälatengarten, der Obst- und der Rosengarten konnten dabei revitalisiert werden. Auch im Innenbereich wurde vieles renoviert, so der Festsaal, die Frigdiani- und die Chorkapelle, sowie die Stifts-Bibliothek einschließlich deren Buchbestand.