Markus Huber: Winzer des Jahres June 30, 2015

In seiner Jugend träumte der Traisentaler Bub von einer glanzvollen Karriere als Profifußballspieler. Talent war ja unzweifelhaft vorhanden. Heute spielt er längst in der Champions League mit, allerdings im Metier des Weines. Und macht damit längerfristig gesehen weit mehr Menschen glücklich als mit so manchem Torerfolg.

Markus Huber hat in wenigen Jahren den elterlichen Kleinbetrieb in Reichersdorf zu einem der bekanntesten Weingüter Österreichs weiterentwickelt und zählt heute zu den größten Exporteuren von heimischen Weißweinen. Mit seinen exzellenten Grünen Veltlinern und Rieslingen hat er sich vorallem in den USA sehr schnell einen glänzenden Ruf erworben. Und nebenbei hat er dem kleinen, vor kurzen noch eher unbekannten Weinbaugebiet Traisental einen nachhaltigen Image-Anschub gegeben.

Exportschlager
Huber schloss die HLBA Klosterneuburg ab und absolvierte Praktika bei bekannten österreichischen Weingütern wie Mittelbach, Jurtschitsch und Bründlmayer. Es folgten Aufenthalte bei südafrikanischen Topbetrieben wie Lammershoek, Kaapzicht oder Spice Route. Neben technischen Know How eignete sich der 1979 geborene Niederösterreicher auch jene Sprachkenntnisse an, die es ihm heute möglich machen, mit seinen eigenen Weinen international zu reüssieren. An die dreißig Märkte hat er bereits erobert, speziell in den USA sind seine Weine sehr geschätzt, was ihn regelmäßig die Staaten bereisen lässt. Seitdem er verheiratet und stolzer Vater zweier Töchter ist, hat er sein Reisepensum zwar etwas eingeschränkt, dennoch weiß er um die Wichtigkeit der persönlichen Präsenz in den Exportmärkten. Mehr als 70 Prozent seiner Weine gehen heute bereits ins Ausland, ein sehr beachtliche Quote, die viel über die Beliebtheit der Huber-Weine aussagt.

Text: www.falstaff.at, Foto: © Falstaff/APA-OTS/Schedl