Weingut Rudi Hofmann

Geschichte

Was ursprünglich als Liebhaberei 1997 begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer kleinen Kellerei. Hier wurden Trauben von den Winzern der Umgebung zugekauft, im eigenen kleinen Gewölbekeller zu Wein verarbeitet und unter der Marke Özelt-Hof vermarktet.
Das Jahr 2000 ein Wendepunkt!
Nach 8 Jahren an Wiens erster Adresse für Wein, der Vinothek st. Stephan, war es an der Zeit den Blick auf einen steinernen Dom gegen lebendige Erde zu tauschen. Der erste eigene Weingarten wurde ausgepflanzt, Hochzeit mit Burgi, im September die Geburt unserer Tochter Sophia, und kurz darauf die ersten Trauben aus eigener Produktion aus zugepachteten Weingärten. Ein absolut tolles Jahr; ein toller Jahrgang!

Alles in Bewegung - in den darauf folgenden Jahren blieb kein Stein auf dem anderen. Die Rodung von Weitraumerziehungen, mit teilweise weniger als 2200 Weinreben pro Hektar, und Umstrukturierung hin zu modernen Rebanlagen mit bis zu 6000 Reben pro Hektar samt der Konzentration auf drei Weißweinrebsorten standen im Vordergrund. Aber auch Neuerwerbungen von Rebflächen mit bis zu 50 Jahre alten Rebstöcken mit einzigartigen Eigenschaften in Bezug auf Rebgesundheit und vor allem Aromatik in der Ried Fuchsenrand konnten wir abschließen.

Mit den Investitionen in Rebflächen war es an der Zeit, für die Früchte der heranwachsenden jungen Reben unseren Keller um einen Gärraum zu erweitern, um Platz für weitere Gebinde zu schaffen und höchstmögliche Hygienestandards zu gewährleisten. Ein HACCP-Konzept ist bereits umgesetzt.

Philosophie

Am Weingut gelten zwei Prinzipien: Ressourcenschonung und Ökologische Verantwortung. Von der Industrie propagierte Irrtümer fanden von Beginn an keinen Eingang in die Bewirtschaftung der Weingärten, hier werden Millionen Jahre alte, funktionierende Kreisläufe wieder in Gang gebracht und unterstützt. Ökologische Bewirtschaftung steht in keinem Widerspruch zu Professionalität und Qualität. Dies spiegelt sich auch in der Gründung der Arbeitsgruppe Sustainable Winegrowing Traisental durch Rudolf Hofmann wider, die sich auf wissenschaftlicher Basis mit dem Thema Umweltressourcen beschäftigt.

Die Weingärten befinden sich auf dem nach Süd-Westen abfallenden Hochplateau der Lagen Fuchsenrand und Kogl. In keinem anderen Weinbaugebiet finden sich so viele verschiedene Böden und Mikroklimate auf engstem Raum wie im Traisental. Meeressedimente, Konglomerate, Löss, Lehm und Terrassenschotter wechseln sich innerhalb weniger Meter ab und verleihen den Weinen eine Vielfalt an Aromen und Geschmacksnuancen.

Die Ernte findet zwischen September und November statt und wird ausschließlich von Hand durchgeführt. Dies erlaubt es nur gesunde Trauben in mehreren Erntedurchgängen für noch mehr Finesse zu gewinnen.